Eine innovative Lösung für die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln im Steillagenweinbau ist jetzt verfügbar: Anerkannte und vom JKI amtlich zugelassene Sprühdrohnen.

Die speziell für die Anforderungen im Steillagenweinbau neu entwickelten Sprühdrohnen sind mit abdriftarmen Lechler Air-Injektor Kompakt-Flachstrahldüsen IDK 90-025C als Standarddüsen ausgestattet.
Sprühdrohnen können als Alternative zu händisch durchgeführten Pflanzenschutzmaßnahmen wie Rücken- bzw. Schlauchspritzungen eingesetzt werden. Mit einer Spannbreite von ca. 2,5 m und eine Arbeitsbreite von 3 m erfasst die Sprühdrohne über Radarsensoren das Terrain und reguliert in Echtzeit während des automatischen Überflugs entsprechend die Flughöhe. Ihre Fluggeschwindigkeit von bis zu 12,8 km/h im automatischen Betrieb ermöglicht die Behandlung von einem Hektar Rebfläche in ca. 15 min.
Sprühdrohnen werden den Weinbauern in Zukunft den Pflanzenschutz in steilem und unwegsamem Gelände erleichtern – und machen sie quasi zu "Sprühpiloten".
Sprühdrohne (in der Bildmitte zu sehen) mit Lechler Agrardüsentechnologie beim Besprühen von Weinreben in Steilhanglage.Nutzen von Sprühdrohnen zum Pflanzenschutz:


Die amtliche Prüfung und Anerkennung als Pflanzenschutzgerät erfolgte durch das Julius-Kühn-Institut (JKI) in Quedlinburg.
Unterstützt und gefördert wurde das Projekt vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg und der Europäischen Kommission.
Involviert waren zudem ein Weinbaubetrieb aus Mundelsheim und die Genossenschaften aus dem württembergischen Lauffen a.N. sowie dem südbadischen Glottertal.
Sprühdrohne DJI Agras T16 auf einer Versuchsfläche der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg. Entwicklungsteam (v.l.n.r.): Martin Joos und Dr. Manuel Becker (LVWO Weinsberg), Mischa Kohnen (droneparts), Johannes Bertsch (Dronexperts).
