Die neue Düngeverordnung 2020 – was ändert sich?

Ein guter Start fängt mit einer bedarfsgerechten Düngung an. Exakt, gleichmäßig und randgenau sollte eine Düngerverteilung sein, auch bei großen Arbeitsbreiten und ungünstigen Windverhältnissen. Flüssigdüngung ist hier die geeignete Applikationsform in der Fläche und im Feldrandbereich. Mit der neuen Düngeverordnung 2020 (Dünge-VO) ergeben sich neue Anforderungen auch an die Flüssigdüngung.

Die neue Düngeverordnung 2020 – was ändert sich? Bild: Grobtropfige und damit pflanzenschonende AHL Applikation mit FD-Düsen.

Eine Ausbringung von N- oder P-haltigen Stoffen auf gefrorenen Boden ist nicht mehr möglich. Abstände zu Gewässern erhöhen sich von 1 auf bis zu 15 m mit zunehmender Hangneigung. Verpflichtend ist die Aufteilung der Düngegabe ab einer Hangneigung von 10%, bei mehr als 80 kg Gesamtstickstoff je Hektar.

Durch die Einführung weitergehender Abstandsauflagen zu Gewässern gewinnt die randscharfe Ausbringung von Flüssigdüngern an Bedeutung. Gemäß Dünge-VO darf kein direkter Eintrag auf benachbarte Flächen, insbesondere schützenswerte natürliche Lebensräume, erfolgen. Die randscharfe Ausbringung mit Flüssigdüngerdüsen oder auch Schleppschläuchen verhindert eine sonst häufig mit Düngerstreuern zu beobachtende Unterdüngung der äußeren 10 m – sichtbar in Form von „Hungerstreifen“ und damit von Ertragseinbußen.

Mit der Dünge-VO gewinnt die Nährstoffeffizienz bedingt durch die Deckelung der Nährstoffhöchstmengen pro Hektar an Bedeutung. Die pflanzenbaulichen Vorteile der Flüssigdüngung bestehen in der bedarfsgerechten Ausbringung entweder in Form N-stabilisierter Flüssigdünger oder in kleinen Gaben. Hervorzuheben ist die sofortige Verfügbarkeit unter trockenen Bedingungen.

Lechler bietet für die Flüssigdüngung die geeignete Applikationstechnik an – für frühe bis späte Entwicklungsstadien in unterschiedlichen Ackerkulturen.

FD Flüssigdüngerdüsen sind die ideale Applikationstechnik für die erste und zweite Düngergabe. Das wesentliche Kriterium ist ihre äußerst gleichmäßige Querverteilung, vergleichbar einer Flachstrahldüse. Dadurch entsteht keine Streifenbildung. Angepasste Düngegaben sind über die Düsengrößen von 02 bis 20 möglich. Das patentierte Vorzerstäuberprinzip führt zu einer extrem groptropfigen Applikation mit äußerst geringer Strahlkraft und minimaler Verätzungsgefahr. Hohe Flächenleistungen sind bei entsprechender Gerätetechnik darstellbar und bringen arbeitswirtschaftliche Vorteile. Der Einsatz unter windigen Verhältnissen bietet im Vergleich zu Düngerstreuern gerade bei großen Arbeitsbreiten die erforderliche betriebliche Flexibilität.

 

Fachberichte

Flüssigdüngung – Eine gezielte Lösung. Randgenau die Stickstoff-Effizienz steigern.
Flüssigdüngung – Eine gezielte Lösung. Randgenau die Stickstoff-Effizienz steigern.Gastkommentar aus Lechler Broschüre "Flüssigdüngung – Düsen, Zubehör und Anwendungshinweise"Dr. Maximilian Severin und Katja Leborius, SKW STICKSTOFFWERKE PIESTERITZ GMBHJetzt lesen (pdf, 330 KB)

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